Das erste eigene Brot backen – Anleitung und Tipps

Brot backen Anleitung
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Was gibt es Schöneres, morgens aufzustehen und den Duft von Kaffee und frischem Brot zu genießen? Egal ob mit Brotbackautomat oder in der manuellen Herstellung – Brot ist aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Eigentlich könnte man sich sein Brot ganz einfach und günstig im Geschäft oder in der Bäckerei kaufen. Doch ist es nicht schön, wenn die eigenen vier Wände nach frisch gebackenem Brot duften? Wer Spaß am Backen hat, wird seine wahre Freude daran haben, sein erstes eigenes Brot zu backen. Es wird ein schönes Erlebnis sein, außerdem schmeckt es selbst gemacht immer noch am besten.

Vielleicht traut man sich aber gar nicht zu, ein Brot zu backen oder weiß nicht genau, wie das Ganze vonstattengeht. Wenn Sie wissen möchten, wie einfach es ist, ein Brot zu backen und welche Zutaten benötigt werden, dann lesen Sie den folgenden Artikel oder absolvieren Sie einen Online-Brotbackkurs.

Diese Zutaten werden benötigt

Um ein Brot zu backen, wird nichts weiter benötigt wie Wasser, Mehl, Salz und frische oder getrocknete Hefe. Mehr bedarf es nicht. Es gibt in fast allen Kaufhäusern auch Fertig-Backmischungen für Brot, aber dieses schmeckt bei Weitem nicht so gut wie das selbst gebackene.

Welches Mehl ist geeignet?

Es gibt verschiedene Mehlsorten. Das übliche Haushaltsmehl, welches man eigentlich immer zu Hause hat, ist mit dem Typ Nummer 405 versehen. Das ist das normale Weizenmehl und durchaus zum Backen geeignet, jedoch eher für Kleingebäck wie Kekse. Generell aber wird zum Backen von Weizenbrot das Mehl Typ 550 verwendet.

Trotzdem sollte man zum Backen von Brot auch Dinkel- und Roggenmehl zur Hand haben, sodass man zwischendurch bei Bedarf auch andere Brotsorten backen kann. Geschieht dies zum ersten Mal, empfiehlt es sich, mit einem einfachen Weizenbrot mit dem Weizenmehl Typ 550 zu beginnen.

Die Anleitung

Das Wichtigste am Brot ist die Zubereitung des Teiges. Da es sich um einen Hefeteig handelt, sollte man vorab schon einige Zeit einplanen. Die Hefe muss gehen und das dauert etwas.

Vorab benötigt man für 500 g Weizenmehl 10 Gramm Hefe. Eine Küchenwaage ist hier sehr wichtig und sollte vorhanden sein, da die Zutaten genau abgemessen werden müssen. Die Hefe wird vor dem Kneten in ein klein wenig lauwarmem Wasser aufgelöst. Erst dann mit dem Mehl, ungefähr 250 ml Wasser und einer guten Prise Salz vermengen. Es soll ein weicher und geschmeidiger Teig entstehen.

Ist der Teig noch zu fest, kann gerne noch etwas Wasser hinzugefügt werden. Ist er noch zu feucht und klebrig, einfach noch etwas Mehl hineingeben. Den Teig nun intensiv durchkneten. Je länger man den Teig knetet, desto besser und lockerer wird das Brot.

Wie lange muß der Teig ruhen?

Nun sollte der Hefeteig zum Aufgehen erst einmal ruhen. Die Hefe beginnt zu arbeiten und sorgt in dieser Zeit für das nötige Volumen des Brotes und macht es schön locker.

Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort ungefähr 60–90 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig in etwa verdoppelt hat.

Das Brot wird gebacken

Nachdem der Hefeteig lange genug geruht hat, noch einmal gut durchkneten und einen Laib daraus formen. Der Backofen sollte auf 250 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizt sein. Wenn das Brot in den Ofen kommt, die Temperatur wieder etwas niedriger, nämlich auf 200 Grad stellen. Brot sollte man stets mit Ober-/Unterhitze backen. Bei Umluft würde das Brot sehr schnell austrocknen und nicht mehr so gut schmecken.

Wer das Brot am Ende schön knusprig mag, stellt noch ein Behältnis mit Wasser auf den Boden des Backofens, sobald das Brot hineinkommt. Der Wasserdampf macht die Kruste wunderbar knusprig. Nun sollte das Brot auf einem Backblech für ungefähr 40 Minuten in den Backofen. Anschließend herausnehmen und abkühlen lassen. Ratsam wäre hier ein Gitterrost, sodass das Brot nicht schwitzen kann.

Das Brot sollte erst bei vollständiger Abkühlung angeschnitten werden. Ist es noch zu warm oder gar heiß, könnte es einreißen oder der Teig könnte krümeln.

Der Klopftest

Es gibt eine Möglichkeit zu prüfen, ob das Brot schon durchgebacken ist. Dafür nimmt man das Brot und klopft mit seinen Knöcheln der Hand gegen die Unterseite des Brotes. Klingt das Geräusch hohl, so ist das Brot fertig gebacken.

Vorteile eines Brotbackautomatens

Ein Vorteil eines Brotbackautomaten ist die Frische. Das Brot ist nach dem Backen warm und frisch, so wie wir es lieben. Backen wir Brot zu Hause und haben dazu einen Brotbackautomaten, können wir selber darüber entscheiden, welche Inhaltsstoffe in unserem Brot stecken sollen. Das Brot kann individuell auf unsere Lebensumstände angepasst werden und wir können dabei auf Zusatzstoffe oder Backmittel, die schädlich für uns sind, verzichten. Ein weiterer Vorteil ist der geringe Aufwand. Sie brauchen nur alle Zutaten in den Automaten geben und der Automat backt das Brot wie von selbst. Bei der manuellen Herstellung ist der Aufwand eher größer. Ein wichtiger Faktor ist der geringe Energieverbrauch und somit auch die damit verbundenen Energiekosten, die bei einer manuellen Herstellung deutlich teurer sind. Bei Brotbackautomaten können alle Einstellungen individuell eingestellt werden und der Vorgang muss nicht ständig überprüft werden. Bei einer manuellen Herstellung hingegen muss man sehr genau darauf achten, welche Mengeneinheiten vermischt werden müssen. Ein Brotbackautomat ist aber nur dann von großem Vorteil, wenn man diesen auch regelmäßig benutzt. Des Weiteren kann die Backtemperatur individuell eingestellt und auf die Backverhältnisse angepasst werden. Jede Brotart braucht unterschiedlich an Temperatur und dies kann mit einem Brotbackautomaten besser reguliert werden, als bei der manuellen Herstellung. Der Brotbackautomat hat noch einen weiteren Vorteil. Durch den schnellen und einfachen Vorgang können Sie sich viel Zeit sparen und günstiger ist es zudem auch noch. Tipp: Für den Brotbackautomaten gibt es verschiedene Rezepte – empfehlenswert ist dieses Buch.

Bei regelmäßigen Brotbacken kann ein Brotbackautomat auf jeden Fall Ihre Arbeit erleichtern. Die manuelle Herstellung ist eher für alle, die nicht so oft Brot backen, geeignet. Jedoch kann man sagen, dass ein Brotbackautomat im Gegensatz zur manuellen Herstellung viele Vorteile bietet und diese überwiegen.

Fazit

Wie man sieht, ist es absolut nicht schwer, ein Brot zu backen. Der Duft eines frisch gebackenen Brotes ist einmalig und es schmeckt hervorragend. Auch wenn die Zubereitung etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, für das Ergebnis lohnt es sich und man möchte nie wieder ein Brot im Supermarkt kaufen. Das selbst gebackene Brot ist zudem auch günstiger.

Der aber wohl größte Vorteil ist stets zu wissen, welche Inhaltsstoffe in dem selbst zubereiteten Brot enthalten sind, wo man sich bei der gekauften Variante nicht immer sicher ist.

Wer sein erstes selbst gebackenes Brot erst einmal in seinen Händen hält, darf zurecht stolz auf sein Werk sein.

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